14. März 2019

Ein Kind- Zwei Mütter

Es ist geplant, dass Regenbogenfamilien durch eine Reform des Abstammungsrechts in ihrer rechtlichen Situation gestärkt werden. Die Ehefrau der Mutter wird als Mit-Mutter des Kindes anerkannt werden. Dieses Gesetz könnte Auswirkungen für ca. 30 000 Kinder haben. Voraussetzung für eine Mit-Mutterschaft ist, dass die Betreffende mit der Mutter verheiratet ist oder eine in eingetragener Lebenspartnerschaft lebt, die Mutterschaft anerkannt hat oder nach einer ärztlich assistierten künstlichen Befruchtung ihre Mutterschaft durch ein Gericht festgestellt wurde.

Einen Mit-Vater wird es nicht geben. Der Mit-Vater muss weiterhin den Weg der Adoption nehmen.

11. März 2019

Besserstellung von Vätern von Trennungskindern

Väter von Trennungskindern zahlen zur Zeit den vollen Unterhalt, auch wenn die Kinder bei ihnen teilweise zu Besuch sind oder im Wechselmodell bei ihnen wohnen.

Das Bundesfamilienministerium will dieses aufgrund der gesellschaftlichen Realität zukünftig ändern. Dazu soll es eine Reform beim Unterhaltsanspruch geben.

Viele Kinder von geschiedenen Eltern leben im sogenannten Wechselmodell, das heißt das Kind lebt hälftig bei der Mutter und hälftig bei dem Vater. In Deutschland sind ca. 124 000 Kinder und Jugendliche von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Hinzu kommen zehntausende weitere Kinder von Paaren, die nicht verheiratet waren und sich trennten. Der Großteil, 73%, lebt nach der Trennung überwiegend oder ausschließlich bei der Mutter. Der Vater erhält nach der Scheidung meist nur ein Umgangsrecht.