18. September 2019

Immer mehr Einser-Abiturienten

Mehr als jeder vierte Abiturient (25,8 %) hatte im Jahr 2018 eine 1 vor dem Komma. Im Jahre 2008 war es nur jeder fünfte Abiturient (20,2 %).

 

Am besten schnitten die Schüler in Thüringen ab, wo die Einserquote bei 37,9 % liegt. Gefolgt von Sachsen mit 34,6 % und Bayern 31,5 %.

 

Am wenigsten Einserabiturienten gab es 2018 in Niedersachsen mit 21,8 %.

 

Der deutsche Hochschulverbund spricht von einer „Noteninflation“; Qualität muss Vorrang vor Quantität haben.

 

Schon heute fehlen den Studienanfängern häufig wichtige Grundkenntnisse, etwa in Mathematik, so der deutsche Hochschulverband.

29. August 2019

Rückkehr zu G9

Nordrhein-Westfalen kehrt als größtes Bundesland zum Abitur nach 13 Schuljahren zurück.

Die Rückkehr auf G9 ist auf die Unruhen der Eltern zurückzuführen bzw. auf den Protest, weil sie der Meinung sind, dass der Stress bei ihren Kindern drastisch zugenommen hat und keine Zeit mehr für Klavierunterricht oder den Sportverein besteht.

 

G8-Abiturienten sind nicht besser oder schlechter als diejenigen, die mit G9 ihr Abitur machen und auch die Zahl der Studierenden unter 18 Jahren hat sich an den Unis nicht dramatisch erhöht; derzeit sind es 2%.

 

Diese Entscheidung ist eine teure Entscheidung, denn bundesweit dürften die Kosten im Milliardenbereich liegen, wenn wieder insgesamt eine Umstellung auf G9 erfolgen würde.

1. August 2019

Lehrer beleidigen ihre Schüler- Das ist Diskriminierung und ein strafrechtliches Vergehen!

Berlin hat als erstes und einziges Bundesland einen Antidiskriminierungsbeauftragten für Schulen.

 

Diskriminierung und Beleidigung kann verheerende Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die Leistung von Schülern haben. Die Zahl der gemeldeten Diskriminierungen und Beleidigungen an Berliner Schulen hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.

 

Es gibt eine Regelungslücke in Deutschland: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Diskriminierungen im Arbeitsleben oder im Dienstleistungsbereich, aber nicht im Bildungsbereich.

23. Juli 2019

Bußgelder für streikende Schüler aufgehoben

Nachdem die Stadt Mannheim Bußgeldbescheide gegen „Fridays for Future“-Demonstranten verschickt hatte, wurden sie umgehend wieder aufgehoben.

Die Begründung war: die Fälle seien zunächst routinemäßig bearbeitet worden, da die Bußgeldstelle sich im Schnitt mit jährlich rund 300 Bußgeldverfahren wegen Schulschwänzens befasse. Die Besonderheit dieser Fälle sei im Vergleich zum klassischen Schulschwänzen allerdings zunächst nicht aufgefallen.

Nach der Aufhebung müssen die betroffenen Familien der Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nun doch nicht 88,50 Euro zahlen.

NEUERE ÄLTERE 1 2 21 22