5. März 2021

Studierende müssen Onlineüberwachung während Onlineprüfung dulden

Das sogenannte Proctoring, also die umfassende elektronische Überwachung von Studierenden während einer Onlineprüfung, ist nach den Entscheidungen zweier Gerichte erlaubt.

Die Oberverwaltungsgerichte in Münster (NRW) und Schleswig (S-H) veröffentlichten am Donnerstag jeweils entsprechende Eilentscheidungen.

Zwei Studenten, die gegen die Onlineüberwachung bei Prüfungen an den Unis in Kiel und Hagen geklagt hatten, blieben erfolglos.

Der Student in Kiel hatte bemängelt, dass das Einschalten von Kamera und Mikrofon während einer Onlineklausur ein Verstoß gegen die Unverletztlichkeit seiner Wohnung sei. Eine entsprechende Satzung, die die Uni Kiel eigens als Reaktion auf die Corona-Pandemie, verabschiedet hatte, sei rechtmäßig, so das Oberverwaltungsgericht in Schleswig-Holstein.

Es ist als eine ganz normale Videokonferenz anzusehen, bei der es um eine Aufsicht geht, damit nicht getäuscht werden kann. Eine Täuschung erzeugt eine Ungleichheit bei den individuellen Prüfungsbedingungen und diese muss auf jeden Fall verhindert werden.

Der Jurastudent an der Fernuniversität in Hagen wollte nicht, dass bei der anstehenden Strafrechtsklausur Video- und Tonaufnahmen gespeichert werden. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat entschieden, dass das Speichern von Kamerbild, Mikrofonaufnahmen und Bildschirmansicht nicht gegen die DSGVO und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt.

24. Februar 2021

Lockdowns der Pandemie verlangen der Organisation vieler Lehrveranstaltungen an den Hamburger Hochschulen viel ab

Der Ausfall der Präsenzlehre betrifft insbesondere die medizinische Fakultät am Universitätsklinikum Eppendorf, vor allem den Regelstudiengang Zahnmedizin. Da es im Wintersemester 2020/21 nicht genügend Praxiseinheiten in der Zahnklinik geben konnte, ist es nicht möglich, Bescheinigungen über die erfolgreiche Teilnahme auszustellen. Die fehlenden praktischen Unterrichtsveranstaltungen müssen im kommenden Sommersemester nachgeholt werden, wodurch die Studierenden ein Semester verlieren. Dies betrifft zurzeit 133 Studierende in den Semestern 6 bis 10.

Auch Studierende der Humanmedizin müssen erhebliche Verzögerungen hinnehmen. Dies betrifft 327 Studierende. Die vorärztlichen Prüfungen sind vorerst in den Mai verschoben worden und sie müssen ggf. wiederum in den September neu verschoben werden.

Verzögerungen an der Universität Hamburg oder auch an der HAW Hamburg sollen, wenn möglich, aufgefangen werden. Die Prüfungen finden digital statt. Dieses ist in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern, die etwa Laborübungen beinhalten, problematisch im Hinblick auf die Umstellung auf digitale Prüfungsformate.

Die TU Hamburg, die drittgrößte Hochschule, bietet rund 90% der schriftlichen Prüfungen unter maximalen Hygiene-und Schutzkonzepten in Präsenz an.

13. Januar 2021

Ohne Einser-Abitur sofort zum Medizinstudium- Anmeldung bis 15.01.2021

Unabhängig von der Abiturnote können sich Bewerber zum HAM-Nat-Test anmelden. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2021 für diejenigen, die in diesem Sommer (2021) ihr Abitur machen.

Zuvor konnten sich nur Bewerber für den HAM-Nat-Test anmelden, die ein Abiturnotendurchschnitt von mindestens 1,9 hatten. Demzufolge könnte ein Bewerber, der z.B. eine Abiturnote von 2,4 hat, aber einen sehr guten HAM-Nat-Test absolviert, einen Medizinstudienplatz in Hamburg erhalten.

Neu ist seit dem Jahr 2020 auch, dass die Abiturnoten der Bewerber aus unterschiedlichen Bundesländern in einem komplizierten Verfahren ausgeglichen werden, um zu erreichen, dass in jedem Bundesland der selbe Anteil der Schulabgänger einen Studienplatz bekommt. Im vergangenen Jahr bedeutete das: ein Niedersachsen-Abitur von 2,4 entsprach der Note 2,0 in Bayern und Schleswig-Holstein und 1,8 in Hamburg.

10. Juli 2020

Zahl der NC-Fächer sinkt

Zum Wintersemester 2020/21 sind weniger Studienplätze zulassungsbeschränkt als noch im Vorjahr. Bundesweit ist für 40,6% der Studiengänge eine Mindestnote im Abitur nötig.

Am häufigsten sind Studiengänge in Berlin, dem Saarland und in Hamburg zulassungsbeschränkt (ca. 65%). In Thüringen haben Studieninteressenten die geringsten Hürden.

Auch im Städtevergleich gibt es Unterschiede. Hohe NC-Quoten finden sich vor allem in den größten Städten, wie z.B. Berlin, Hamburg, Köln und München, und in typischen Studienstädten wie Leipzig und Göttingen.

Die besten Chancen auf einen Studienplatz in Hochschulstädten mit mehr als 40.000 Studierenden haben Studieninteressenten in Gießen. Hier können sich Erstsemester in vier von fünf Studiengängen ohne weitere Verfahren oder Tests einschreiben.

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