29. Juni 2018

Nationaler Bildungsbericht

6% der Jugendlichen verließen 2016 die Schule ohne einen Hauptabschluss. Das waren ca. 50.000 Schulabgänger im Jahre 2016. Damit verfehlt fast jeder zehnte Jugendliche in der Jahrgangstufe Neun den Mindeststandard beim Lesen. Es ist vornehmlich ein Anstieg an ausländischen Jugendlichen zu verzeichnen. Dagegen stieg der Anteil der Schulabsolventen mit Abitur binnen 10 Jahren von 34% auf 43% im Jahre 2016. Es besteht nach wie vor ein entscheidener Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg.

Nur knapp ein Viertel der Kinder von Eltern mit einer beruflichen Ausbildung ohne Abitur studieren. Bei Akademikerkindern liegt der Anteil dagegen bei mehr als drei Viertel.

Aufgrund steigender Geburtenzahlen und der Zuwanderung nach Deutschland kommen immer mehr Kinder und Jugendliche in die Kindergärten und Schulen. Für das Bildungssystem ist daher erforderlich, dass diese beiden Institutionen weiterhin und besser ausgestattet werden.

12. Juni 2018

Karlsruher Urteil zum NC

Neuregelungen sollen bis zum 31.12.2019 getroffen werden.

 

Das Bundesverfassungsgericht hält Anpasungen des Verfahrens für notwendig. Die Wartezeit soll nicht unendlich ansteigen können, sondern durch einen Maximalwert begrenzt werden; gleichzeitig darf der Anteil von 20 % der Studienplätze, die nach Wartezeit vergeben werden, nicht erhöht werden.

 

Im AdH soll die Bedeutung der Abiturleistung geringer ausfallen. Eine Standartisierung und Strukturierung der eingesetzten Eignungsprüfungsverfahren und Auswahlkriterien muss gewährleistet werden.

 

Hochschulen dürfen den durch das jeweilige Bundesland vorgegebenen Kriterienkatalog für das AdH nicht selbstständig erweitern. Im AdH soll das Gewicht der Ortspräferenz verringert werden und in der Abiturbestennote soll ausgeschlossen werden, dass Erfolgschancen durch eine vermeintlich ungünstige Ortswahl oder durch eine Beschränkung der Ortswünsche verringert werden.

 

Das bisherige Verfahren bleibt bis zum Wintersemester 2019/2020 (einschließlich) in Kraft.

12. Juni 2018

Bachelor-Absolventen

Wie erfolgreich ist der Bachelorabschluss? Die Bologna-Entscheidung vor 10 Jahren wollte eine Reform der Studienabschlüsse mit der Chance, Jungakademiker mindestens ein Jahr früher ins Berufsleben starten zu lassen. Die Praxis sieht häufig ganz anders aus.

 

Oftmals können reine Bachelor-Absolventen die Erwartungen kleinerer und mittlerer Unternehmen nicht erfüllen. Sie haben erste akademische Kenntnisse, sind aber noch keine wirklichen Akademiker. Es wird das Fehlen von methodischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen kritisiert, wie eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer ergeben hat.

 

Ein großer Prozentsatz der Bachelor-Absolventen streben ein Masterstudium an, aber die Unis bieten deutlich weniger Masterstudienplätze an, als nachgefragt.

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